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Chronik

Geschrieben von Administrator am .

 

1881 .....

Am 8. Mai trat ein Komitee zusammen, welches beschloss, eine organisierte Feuerwehr zu schaffen. Diese Sitzung bestand aus dem damaligen Bürgermeister Franz Oberkofler, dem Bezirksrichter Gustav Müllauer, Ferdinand Rangetiner, R. Strnad und J. Eckerth. Kurze Zeit später wurde auch schon das erste Kommando gewählt. Ferdinand Rangetiner wurde der erste Kommandant der Feuerwehr Mittersill.



 

1882

Diese Jahr war naturgemäß dem Aufbau, der Organisation und der Ausrüstung gewidmet. Die erste Generalversammlung fand am 4. Mai mit Neuwahl des Kommandos statt. Neuer Hauptmann wurde Heinrich Schett, Stellvertreter Ferdinand Rangetiner. Mit dieser Wahl begann die Hauptmanndynastie der Schett, die mit kurzen Unterbrechungen 80 Jahre dauerte!

Die inzwischen durchgeführte Spendensammlung hatte einen Betrag von 952 Gulden erbracht, eine ansehnliche Summe, für die man damals ungefähr 16 Kühe erhalten hätte. Dazu kamen noch je 100 Gulden als Spenden von Kaiser Franz Josef und vom Salzburger Konsistorium.

Das Geld wurde für den Ankauf der wichtigsten Ausrüstungsgegenstände, der ersten Pumpspritze um 400 Gulden und einer Schubleiter um 150 Gulden verwendet. Für den Bau einer Zeugstätte stellte der Grundnerwirt (heute Heitzmann) gratis den Grund zur Verfügung.
Am 7 Juni hatte die Wehr beim Brand des Palfenweberhauses in Oberfelben ihren ersten Einsatz.



 

1883

erste Zeugstätte – sie wurde auf dem Platz errichtet, wo heute der Sport Breitfuß sein Geschäft hat. Es war nur ein einfacher Holzbau mit Schindeleindeckung. Das Geld wurde aus einer veranstalteten Lotterie genommen. Der Reingewinn war 425 Gulden 83 Kreuzer.



 

1884

kam eine Vereinbarung mit den Landgemeinden zustande, wobei sich die Feuerwehr verpflichtete, bei Bränden auch dorthin auszurücken. Dafür leistete die Landgemeinden einen jährlichen Beitrag von 20 Gulden für die Vereinskasse.



 

1894

Die 1882 angekaufte Pumpspritze versagte nach längerem Einsatz regelässig den Dienst und wurde daher bei der Firma Grasmeier gegen eine neue eingetauscht. Als Aufzahlung mussten 150 Gulden geleistet werden



 

1898

17 Jahre nach ihrer Gründung wurde das erste Gründungsfest mit der Weihe der Vereinsfahne gefeiert. Die Gattin des Hauptmannes war die Fahnenpatin!



 

1899

erhielt der Nachtwächter Friedrich Neumaier von der Feuerwehr ein Signalhorn.



 

1900

Zur Jahrhundertwende brannte der Gasthof Waltl in Krimml total nieder. Die Feuerwehr Mittersill rückte mit 60 Mann aus! Die Anreise erfolgte mit der Eisenbahn (25 km/h). Beim Eintreffen der Wehrmänner war jedes Bemühen schon zu spät.



 

1905

Die erste Zeugstätte war schon sehr baufällig und musste einer neuen, größeren und aus Stein erbauten weichen. Die Baukosten beliefen sich auf 6477 Kronen. Die Gemeinde lieferte einen Zuschuss von 1500 Kronen.


1906

Am 7. Juni feierte die Wehr das Fest ihres 25jährigen Bestandes. 16 Feuerwehren aus der Umgebung waren an diesem festlichen Ereignis anwesend. Erwähnenswert ist das 13 Mitglieder die vom Kaiser gestiftete Ehrenmedaille für 25jährige Mitgliedschaft erhielten.


1908

Anlässlich des 60jährigen Regierungsjubiläums des Kaisers wurde in der Nische über dem Zeugstätteneingang eine Kaiserbüste enthüllt.


1909

Die 14 m lange Schubleiter (im Felberturmmuseum zu besichtigen!) wurde um 16000 Kronen erworben. Außerdem wurde unser Hauptmann Heinrich Schett zum Gauinspektor.


1910

Die Wasserversorgung des Ortes war früher äußerst mangelhaft. Eine primitive Holzrohrleitung speiste den öffentlichen Brunnen auf dem Marktplatz mit minderwertigem Wasser für Mensch und Vieh. 1910 erhielt der Markt endlich eine leistungsfähige Hochquellwasserleitung, deren feierliche Einweihung im Juli dieses Jahre über die Bühne ging. Im Laufe der Bauarbeiten wurden auch 16 Hydranten installiert. Damit erübrigte sich künftighin die Einleitung des Felberbaches in den Markt, die bei den Grußbränden in den Jahren 1898 und 1909 noch durchgeführt wurde, um die Feuerwehr mit dem nötigen Löschwasser zu versorgen.


1914

In den Kriegsjahren schrumpfte der Mannschaftsbestand gewaltig zusammen. Die Ausbildung war äußerst mangelhaft. Man bemühte sich vor allem um Ersatz für die zum Militär eingerückten Chargen, um wenigstens einigermaßen eine Einsatzbereitschaft zu ermöglichen. Im Jahre 1910 hatte die Wehr 80 aktive Mitglieder. 1917 waren es nur 38, denen 36 Eingerückte gegenüberstanden.


1919

Der überaus tüchtige Hauptmann Heinrich Schett trat aus seinem aktiven Dienst zurück. Der neugewählte Hauptmann Johann Vorderegger trat nach 14 Tagen wieder zurrück. In einer schnell einberufenen außerordentlichen Generalversammlung wurde Nicefor Ingruber zum neuen Hauptmann gewählt. Bereits 1918 erfolgte statutengemäß eine Ausdehnung des Feuerwehrdienstes auf den Rettungs- und Wasserdienst. Am 27. September 1919 wurde eine Rettungsabteilung unter Führung Anton Oberkoflers gegründet.



 

1921

Am 24. September starb Heinrich Schett. Mit ihm schied eine echte Persönlichkeit aus dem öffentlichen Leben. Er hat die Wehr 37 Jahre mit Umsicht und großer Tatkraft geleitet, war Gauobmann und Bezirksinspektor der Pinzgauer Feuerwehren. Heinrich Schett war dreimal Bürgermeister von Mittersill und war außerdem in vielen anderen Bereichen tätig.



 

1922

Am 4. Mai wurde Theodor Schett, der Sohn Heinrichs, zum neuen Hauptmann gewählt.



 

1924

Die Feuerwehr hatte in diesem Jahr über 20 Millionen Kronen Einnahmen und fast ebenso viele Ausgaben. In diesem Jahr fanden die ersten Anbahnungen zur Herstellung einer telefonischen Dauerverbindung für die Oberpinzgauer Feuerwehren statt. Außerdem wurde die erste Alarmsirene angekauft.


1925

Die Landgemeinde lehnte weitere Zahlungen der Gemeindeabgabe an die Marktfeuerwehr mit der Begründung ab, dass in Burk eine Notfeuerwehr existiere.


1930

Im April wurde eine Zweite Motorspritze angeschafft. Es handelte sich um eine tragbare Leichtmotorspritze mit zwei Druckausgängen. Die beiden Motorspritzen sind wiederum heute noch im Heimatmuseum zu erstaunen. Seit Oktober ist die telefonische Dauerverbindung mit den Oberpinzgauer Wehren Wirklichkeit geworden.


1931

Das 50-jährige Bestandsjubiläum wurde mit einem fulminanten Programm gefeiert. An dem Festzug nahmen 24 Feuerwehren und 9 Musikkapellen teil.


1932

Mittersill erhielt das erste Feuerwehrauto um 3.135.–, viel Geld für die damalige Zeit, in der Österreichs Wirtschaft infolge der Weltwirtschaftskrise total darniederlag. Jetzt wurden auch Autos eingesetzt (zum Teil – Private Fahrzeuge). Die damaligen Pferdehalter sollten aber trotzdem bei einem Brandfall mindestens 2 Pferde parat stellen. In den Kriegsjahren war nämlich Treibstoff Mangelware.


1939

Österreich war Bestandteil Großdeutschlands. Mittersill wurde mit Hollersbach vereinigt. Statt Schilling gab es jetzt die Reichsmark. Und die Herrschaft hatte Hitler. Im Oktober wurde eine Tornister Kraftspritze mit 200 Litern/Minute und 30 m Wurfleistung gekauft.


1940

Am 13. April musste auf höheren Befehl die Kaiserbüste an der Zeugstätte entfernt werden.


1945

Der 2. Weltkrieg war nach sechs Jahren, die durch Tod und Vernichtung geprägt waren, vorübergegangen. Übrig geblieben waren Not, Elend und Besetzung unserer Heimat durch amerikanische Besatzungssoldaten. In den Kriegsjahren beschränkte sich die Schulung auf ein Minimum. Es fehlte an Männern und Material.


1946

War in der NS-Zeit den Machthabern die Kaiserbüste ein Dorn im Auge, so war nach dem Zusammenbruch der bewährte Brandmeister Theo Schett wegen seiner politischen Gesinnung in der vergangenen Ära plötzlich nicht mehr tragbar. An seine Stelle trat als neuer Brandmeister Wilhelm Roth.


1948

Ankauf eines leichten Rüstfahrzeuges mit Vorbaupumpe und Tragkraftspritze. In diesem Jahr organisierte die Feuerwehr den ersten Faschingsumzug.


1949

Am 15. Mai wurde Theo Schett wieder mit der Führung der Wehr betraut. Sein Dienstgrad lautete Hauptbrandmeister. In diesem Jahr ernannte der Landesverband die Mittersiller Feuerwehr zur „Überwehr“, also zu einer Schwerpunktfeuerwehr.


1953

Am 8. Juli wurde für den Sonnberg eine Motorspritze angekauft. Im Laufe der Zeit kam es zur Errichtung mehrerer Außenstellen, so in Felben, Klausen, Burk und auf dem Sonnberg. Diese Stützpunkte bewährten sich im allgemeinen nicht. Es fehlte meistens an der ordentlichen Unterbringung und sachgemäßen Betreuung er Löschgeräte.
In der Gegenwart ist die Haltung fragwürdig funktionierender Außenstellen durch die erstklassige Ausrüstung der Wehr und durch den Bau eines ausgedehnten Wegenetzes nicht mehr nötig.
Damit ist ein Kapitel angeschnitten, das zu näherer Stellungnahme herausfordert. In den fünfziger Jahren begann ein ungeahnter wirtschaftlicher Aufschwung, hervorgerufen durch den amerikanischen Marshallplan, der der total daniederliegenden Wirtschaft der westeuropäischen Staaten wieder auf die Beine half. So gab es neben dem so oft zitierten deutschen, auch ein österreichisches Wirtschaftswunder. Dieser Aufschwung und er damit verbundenen steigende Wohlstand kam natürlich auch den Feuerwehren zugute. Im folgenden Vierteljahrhundert vollzog sich der Schritt von der im Wesen noch ziemlich scherfälligen Feuerwehr von einst zur hochtechnisierten Einsatzgruppe von heute, die imstande ist, mit Katastrophenfällen aller Art Fertigzuwerden.


1956

Am 75jährigen Bestandjubiläum am 5. und 6. Mai beteiligten sich 28 Feuerwehren und 11 Musikkapellen.


1962

Ankauf eines leichten Rüstfahrzeuges mit Vorbaupumpe 1200.


1967

Am 23. September legte Theo Schett seine Stelle aus Altersgründen nieder. Walter Pichler wurde zum neuen Hauptbrandmeister gewählt.


1968

Ankauf einer VW-Motorpumpe von der Firma Rosenbauer.


1969

Ankauf eines Kleinlöschfahrzeuges, Marke VW, mit Handlöschgeräten und Sprungtuch. Kosten: S 98.000.–


1971

Hauptbrandmeister Walter Pichler legte wegen seines Arbeitseinsatzes in Deutschland die Führung der Wehr nieder. Am 30. November wurde Herbert Sinnhuber zum neuen Hauptbrandmeister gewählt.
In der Skifirma Blizzard wurde ein Betriebsschutz aufgestellt und neun Mann erwarben das "Silberne Leistungsabzeichen in Kitzbühel.


1972

erhielt Mittersill eine Jugendfeuerwehr. Unter der Führung des OLM Hans Ackerer sind die Buben mit Begeisterung bei der Sache.


1974

Durch die Eröffnung der Felbertauernstraße im Jahre 1967, durch die wirtschaftliche Expansion der heimischen Industriebetriebe (Skifabrik Blizzard, Fahnenfabrik Gärtner, Scheelitbergbau im Felbertal) und nicht zuletzt durch den aufstrebenden Fremdenverkehr hat sich das Verkehrsaufkommen in Mittersill gewaltig gesteigert. Damit häufen sich auch zunehmend Einsätze bei Autounfällen, Bergung von Verletzten usw.
Auch mit Ölalarmen muss jetzt mehr denn je gerechnet werden. Einen diesbezüglich Gefahrenherd bildet die TAL, die Ölleitung von Triest nach Ingoldstadt, die dal Gemeindegebiet von Süden nach Norden durchquert.
Aus diesem Grunde stellte das Landesfeuerwehrkommando der Mittersiller Wehr ein Öleinsatzfahrzeug zur Verfügung, das einen Wert von S 360.000.– repräsentiert.


1975

Ankauf eines modernen Tanklöschfahrzeuges. Kosten 1,1 Millionen Schilling. Der Tank fasst 4000 Liter Wasser. Außerdem sind 380 l Mehrbereichsschaummittel und eine Straßenwaschanlage vorhanden. Die Weihe fand im Rahmen des Zeltfestes vom 14. bis 17. August statt. Beim Großbrand am 18. September 1975 in Stuhlfelden wurde der Tankwagen erstmals eingesetzt und verhinderte ein Übergreifen des Feuers auf die Nachbarobjekte.


1976

Errichtung einer Koje für Telefon- und Funkverkehr während eines Einsatzes. Ebenso erfolgte die Installierung einer elektrischen Warmluftheizung in der Feuerwehrzeugstätte.


1979

Ankauf eines Lösch- und Bergefahrzeuges mit Bergeschere, Vorbaupumpe, Tragkraftspritze Lichtaggregat, Schaumausrüstung und Flutlichtmast. Kosten: S 780.000.– Die Weihe fand am 15. Juli im Rahmen des Zeltfestes statt. Ankauf von weiteren sechs Atemschutzgeräten.
Zwei Mann erwarben das „Goldene Leistungsabzeichen“ in Salzburg und die Jungfeuerwehr erwarb den 2. Platz beim Ladenswettbewerb.

1980

Der Wimpel der Jugendfeuerwehr wurde am 26. April 1980 anlässlich der Florianifeier geweiht.

1981

Die Feuerwehr feiert ihr 100jähriges Bestandsjubiläum mit Fahnenweihe vom 17. bis 19. Juli 1981. In diesem Jahr erfolgte der Ankauf neuer Feuerwehrhelme (Wiener Form) sowie die Anschaffung der „stillen Alarmierung“.

1986

Erhalt einer Drehleiter mit 18 m Höhe.

1992

Dieses Jahr erhält die Feuerwehr Mittersill zwei neue Einsatzfahrzeuge: das Rüstlöschfahrzeug 2000 sowie ein Rüstfahrzeug. Diese Fahrzeuge - vor allem der Rüst - werden grundsätzlich bei technischen Einsätzen verwendet.


1996

Die Feuerwehr Mittersill bekommt ein Versorgungsfahrzeug. Dieses dringend benötigte Fahrzeug ist für den Transport von Lasten im einsatzfall geeignet. So ist auf der Ladefläche fix die Tragkraftspritze und Gerät zum Aufbau einer Zubringerleitung vorhanden. Oft werden die Gerätschaften bei Öleinsätzen zum Beispiel getauscht und durch Ölbindemittel, Besen und Müllsäcken getauscht. Die Ladung variiert je nach Einsatzart.


1997

Die Mittersiller Feuerwehrjugend feiert ihr 25 jähriges Bestandsjubiläum. Dazu erscheint auch ein Videofilm über die örtliche Feuerwehrjugend.


2000

Kauf eines neuen Tanklöschfahrzeuges mit 4000 Liter Tankinhalt.


2001

Kauf des neuen Kommandofahrzeuges. Dieses Einsatzleitfahrzeug ist von nun an das erste Fahrzeug, welches im Einsatzfall ausrückt. Mit dabei in diesem Auto ist der Einsatzleiter. Neben einem Laptop hat er sämtliche Einsatzmittel zur Verfügung, um einen Einsatz zu leiten und Erstmaßnahmen zu setzen.


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